Blutmond und Mondfinsternis
- ginaherath
- 10. Aug.
- 6 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 6. Sept.
Mondfinsternis am 7. September 2025: Was dich beim „Blutmond“ erwartet 🌕🌑
Am 7. September 2025 dürfen wir uns auf ein faszinierendes Himmelsereignis freuen: eine totale Mondfinsternis – und mit ihr ein beeindruckender Blutmond. Die Mondfinsternis am 7. September 2025 wird in großen Teilen Europas, Afrikas und Asiens gut sichtbar sein – auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Der Mond wird bereits beim Aufgang in die Phase der totalen Finsternis eintreten – das sorgt für besonders dramatische Bilder kurz nach Sonnenuntergang.
🩸 Längste totale Mondfinsternis seit Jahren
Die Phase der Totalität dauert über eine Stunde, was selten vorkommt und besonders eindrucksvoll ist.
🌍 Sichtbarkeit über mehrere Kontinente
Sie ist in Europa, Afrika, Asien und Australien sichtbar
🌅Spektakulärer Mondaufgang
In vielen Regionen, z. B. in Wien oder Rodewisch, geht der Mond bereits verfinstert auf, das bedeutet: Man sieht den Mond blutrot am Horizont aufsteigen, was ein besonders dramatisches Schauspiel ergibt.
🪐 Bonus: Saturn als Begleiter
Während der Finsternis steht der Planet Saturn in der Nähe des Mondes – ein zusätzliches Schmankerl für Teleskop-Fans

Was dich noch erwartet
Was ist eine Mondfinsternis?
Eine Mondfinsternis tritt immer dann ein, wenn die Erde genau zwischen Sonne und Mond steht. Der Mond durchquert dabei den Schatten der Erde. Das passiert nur bei Vollmond – und auch nur, wenn Sonne, Erde und Mond nahezu exakt auf einer Linie liegen. Abhängig von der Position des Mondes im Erdschatten unterscheidet man zwischen drei Arten von Mondfinsternissen:
Totale Mondfinsternis: Der Mond tritt vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Dabei erscheint er rötlich, weshalb man von einem Blutmond spricht.
Während der Finsternis wird der Mond nicht komplett unsichtbar, sondern verfärbt sich auf geheimnisvolle Weise kupferrot bis blutrot. Genau dieser Moment wird als Blutmond bezeichnet. Für die Beobachtung empfiehlt es sich, einen Ort mit freiem Blick auf den Horizont zu wählen. Auch Ferngläser oder Teleskope können das Erlebnis bereichern, sind aber nicht zwingend erforderlich.
Partielle Mondfinsternis: Nur ein Teil des Mondes wird vom Kernschatten der Erde bedeckt, wodurch er teilweise verdunkelt erscheint.
Halbschatten-Mondfinsternis: Der Mond zieht nur durch den Halbschatten der Erde, was zu einer leichten Abdunkelung führt, die mit bloßem Auge oft kaum wahrnehmbar ist.
Beobachtungstipps für den 7. September 2025
Beginnt schon kurz nach Sonnenuntergang – deshalb unbedingt freie Sicht Richtung Osten suchen.
Die Totalität erlebt man von ca. 19:31 bis 20:54 Uhr, aber der Mond wird erst deutlich nach 19:48 Uhr über dem Horizont erscheinen.
Der rote Blutmond ist am besten während der Maximalphase (20:12 Uhr) zu beobachten, wenn das Licht durch die Atmosphäre stark gefiltert wird.
🔴 Warum wird der Mond rot? – Der „Blutmond“ einfach erklärt
Der Begriff Blutmond ist keine wissenschaftliche Bezeichnung, sondern ein populärer Name für den besonderen Anblick während einer totalen Mondfinsternis.
Aber warum wird der Mond überhaupt rot?
Wenn die Sonne hinter der Erde steht, wird das direkte Sonnenlicht vom Planeten blockiert. Doch ein kleiner Teil des Lichts wird durch die Erdatmosphäre gebrochen – ähnlich wie beim Sonnenuntergang. Dabei wird blaues Licht herausgefiltert, während die roten Anteile die Erdkrümmung passieren und den Mond in rötliches Licht tauchen.
Das Ergebnis: Ein rot leuchtender Mond, der aussieht, als würde er „bluten“ – mystisch, magisch und absolut sehenswert.
Andere Namen für die Mondfinsternis

Himmelswunde: In Anlehnung an die rote Farbe während eines Blutmonds.
Der verschluckte Mond: Ausdruck, der in vielen alten Kulturen verwendet wird, um die Dunkelheit während der Finsternis zu beschreiben.
Drachen-Mond: In Anspielung auf alte Mythen, in denen ein Drache den Mond „verschlingt“.
Scharlachmond – poetischere Variante des Blutmonds
🌕 Warum tritt eine Mondfinsternis nur bei Vollmond auf?
Eine Mondfinsternis kann nur bei Vollmond stattfinden – und das hat einen ganz einfachen Grund:
Nur bei Vollmond steht der Mond der Erde gegenüber der Sonne. Das heißt: Sonne – Erde – Mond befinden sich in einer geraden Linie.
Nur dann kann die Erde ihren Schatten auf den Mond werfen.
Bei Neumond hingegen steht der Mond zwischen Erde und Sonne – der Schatten fällt also in die andere Richtung. Deshalb sind Mondfinsternisse ausschließlich bei Vollmond möglich.
Aber nicht jeder Vollmond führt automatisch zu einer Finsternis! Der Mond kreist nämlich nicht exakt in der gleichen Ebene wie die Erde um die Sonne – sondern leicht geneigt. Meist „verfehlt“ der Vollmond daher den Erdschatten. Nur wenn er genau durch den Kernschatten der Erde zieht, erleben wir eine totale Mondfinsternis – so wie am 7. September 2025.
Die Mondfinsternis in der Astrologie und Esoterik
In der modernen Esoterik und Astrologie wird der Blutmond als ein besonders energetisches Ereignis betrachtet. Er symbolisiert Höhepunkte, Transformationen und Loslassen:
Persönliche Entwicklung: Der Blutmond wird als Gelegenheit angesehen, sich von alten Mustern zu lösen und einen Neubeginn zu wagen.
Spirituelle Rituale: Viele Menschen nutzen die Zeit einer Mondfinsternis, um zu meditieren, Visionen zu suchen oder Rituale für Heilung und Transformation durchzuführen.
Legenden rund um die Mondfinsternis
Seit Jahrtausenden inspiriert der Blutmond Geschichten und Mythen in verschiedenen Kulturen:
Nordische Mythologie: In der nordischen Sagenwelt jagt der Wolf Hati den Mond. Eine Mondfinsternis deutete darauf hin, dass Hati den Mond fast erreicht hat, um ihn zu verschlingen.
Chinesische Mythen: In der chinesischen Kultur glaubte man, ein Drache verschlinge den Mond während einer Finsternis. Um das himmlische Wesen zu vertreiben, machten die Menschen Lärm, schlugen auf Trommeln oder riefen laut.
Azteken: Für die Azteken war eine Mondfinsternis ein Zeichen für kosmische Unruhe und eine Gefahr für die Weltordnung. Opfergaben wurden gebracht, um die Balance wiederherzustellen.
Babylonische Deutungen: In Babylon galt eine Mondfinsternis oft als Vorbote von Unheil oder Gefahr für den König. Stellvertreter wurden manchmal eingesetzt, um das Omen auf sie umzulenken.
Wissenschaft trifft Mystik: Was macht die Faszination aus?
Mondfinsternisse sind ein seltenes Schauspiel – weltweit treten sie nur zwei- bis viermal pro Jahr auf, und nicht jede davon ist sichtbar. Die Kombination aus wissenschaftlicher Erklärung und der tief verwurzelten symbolischen Bedeutung macht sie zu einem einzigartigen Erlebnis. Für einige ist es ein beeindruckendes Naturschauspiel, für andere ein Ereignis voller spiritueller Tiefe und Mystik.
Die totale Mondfinsternis am 7. September 2025 ist nicht nur ein astronomisches Highlight, sondern auch eine Einladung, innezuhalten und den Blick zum Himmel zu richten. Der Blutmond erinnert uns daran, wie beeindruckend und geheimnisvoll unser Universum ist – ganz ohne Fernrohr, direkt vor unserer Haustür.
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